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Methoden und Techniken für Embodiment und Focusing im Coaching

  • Autorenbild: Simone
    Simone
  • 4. Juni 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Als Fortsetzung zu dem Beitrag "Embodiment und Focusing im Coaching: Warum es so wichtig ist, sich selbst zu spüren" folgt hier ein Überblick über zentrale Methoden und Techniken aus der Embodiment- und Focusing-Arbeit im Coaching.


Embodiment-Techniken im Coaching:


  1. Körper-Scan: Der Klient richtet in Stille die Aufmerksamkeit nacheinander auf einzelne Körperbereiche. Ziel ist es, Spannungen oder Empfindungen wahrzunehmen, ohne zu bewerten.

  2. Haltungsarbeit: Der Klient experimentiert mit verschiedenen Körperhaltungen (z. B. Aufrichtung vs. Zusammensacken), um zu spüren, welche Haltung welche innere Reaktion auslöst. Hilfreich bei Themen wie Selbstwert oder Entscheidungsfindung.

  3. Bewegungsexploration: Spontane Bewegungen oder bewusster Ausdruck (z. B. durch Tanz, Gestik) helfen, innere Prozesse zu aktivieren und zu integrieren.

  4. Embodied Inquiry: Eine Kombination aus achtsamer Wahrnehmung und gezielten Fragen: "Was spürst du jetzt im Körper, wenn du an XY denkst?" Ziel ist ein ganzheitlicher Zugang zur Situation.







Focusing-Methode nach Gendlin:

  1. Raum schaffen: Klient kommt zur Ruhe. "Spüre einfach, wie du jetzt hier sitzt. Lass dir Zeit."

  2. Felt Sense auftauchen lassen: Der Klient richtet die Aufmerksamkeit auf das Thema. "Spüre, was dieses Thema körperlich auslöst. Vielleicht ein Druck, eine Enge, etwas Vages."

    Beispiel: "Wenn ich an das Jobangebot denke, ist da ein Knoten im Magen."

  3. Handle finden: Der Klient findet ein Wort, Bild oder eine Geste, die das Gefühl beschreibt.

    Beispiel: "Es ist wie ein grauer Nebel, der mich zurückzieht."

  4. Resonanz prüfen: "Passt das Bild zu dem Gefühl im Körper? Verändert es sich, wenn du es beschreibst?"

  5. Fragen stellen: "Was macht diesen Nebel so schwer? Was braucht er gerade?"

    Beispiel: "Er sagt: Ich habe Angst, dass ich wieder scheitere."

  6. Empfangen, nicht drängen: Der Coach bleibt präsent, ohne zu analysieren. Das Erlebte wird integriert.

    Beispiel: "Ich spüre, dass die Angst da sein darf, aber sie muss mich nicht aufhalten."



Zusammenspiel im Coaching

Embodiment- und Focusing-Techniken lassen sich flexibel kombinieren. Beispielsweise kann ein Körper-Scan als Einstieg in ein Focusing-Setting dienen oder Bewegungsexploration helfen, ein feststeckendes Felt Sense zu lösen. Entscheidend ist das achtsame, nicht-wertende Dabeibleiben.


 
 
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