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Das Gordon-Modell: Klar und friedlich kommunizieren

  • Autorenbild: Simone
    Simone
  • 13. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Das Gordon-Modell, entwickelt vom Psychologen Thomas Gordon, ist eine Methode für wertschätzende Kommunikation und Konfliktlösung. Es wird häufig in Erziehung, Coaching, Schule und Partnerschaft genutzt. Das Ziel: Konflikte erkennen, Verantwortung klären und die passende Gesprächstechnik wählen.




Die Kernidee

Im Gordon-Modell klärt man zuerst, wer „im Problembesitz“ ist:

  1. Ich habe kein Problem, aber die andere Person hat eines.

  2. Ich habe ein Problem, weil jemand anderes etwas tut oder lässt.

  3. Es gibt eigentlich kein Problem, nur Gesprächsbedarf.

Je nach Fall werden verschiedene Methoden genutzt.



Wer ist im Problembesitz?

1. Die andere Person hat ein Problem: Beispiel: Dein Kind ist traurig wegen der Schule. Du selbst hast kein Problem.

→ Methode: Aktives Zuhören. Du hörst zu, spiegelst Gefühle und hilfst, dass die Person selbst eine Lösung findet.


2. Du hast ein Problem: Beispiel: Dein Partner lässt ständig seine Sachen liegen.

→ Methode: Ich-Botschaften. Du erklärst, wie dich das Verhalten betrifft, ohne Vorwürfe: „Ich ärgere mich, wenn überall Sachen liegen.“


3. Es gibt kein Problem: Beispiel: Du besprichst mit einer Freundin das Wochenende. Kein Konflikt, nur Austausch.

→ Methode: Offenes Gespräch ohne spezielle Technik.


Einfaches Beispiel aus dem Alltag

Ein Kind kommt nach Hause, wirft den Ranzen hin, zieht Schuhe im Flur aus und geht ins Zimmer.

  • Hat das Kind ein Problem? Es wirkt genervt. Du hörst zu: „Du siehst müde aus. Magst du erzählen, was war?“

  • Hast du ein Problem? Dich stört das Chaos. Du sprichst es an: „Ich stolpere fast über deine Sachen im Flur.“

  • Kein Problem? Kind gut gelaunt, alles ordentlich – normales Gespräch, keine Technik nötig.



Das Gordon-Modell hilft, bewusst zu unterscheiden: Wem gehört das Problem? Danach entscheidest du, ob du zuhörst, dich erklärst oder einfach nur sprichst. So lassen sich Konflikte respektvoll klären.


Typische Anwendungen: Eltern-Kind, Partnerschaft, Schule, Coaching, Teams

 
 
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