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Selbstcoaching – Zwischen Ehrlichkeit, Willenskraft und den eigenen Ausreden

  • Autorenbild: Simone
    Simone
  • 22. Okt. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Selbstcoaching – geht das wirklich? Manche Coaches winken ab: „Unmöglich, ohne Außenperspektive drehst du dich doch nur im Kreis!“ Andere sagen: „Natürlich, du brauchst nur die richtigen Methoden!“ Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Ja, Selbstcoaching funktioniert – aber es ist ein anspruchsvoller Weg. Und: Es erfordert Mut, Ehrlichkeit und Disziplin.


Denn seien wir ehrlich: Wer sich selbst coachen will, muss auch bereit sein, die eigenen Ausreden zu entlarven. Und das ist ungefähr so angenehm, wie sich auf alten Urlaubsfotos in viel zu engen Shorts zu sehen.





Die Stufen im Selbstcoaching

Selbstcoaching passiert nicht in einem Abend mit Tee und Notizbuch. Es ist ein Prozess mit klaren Phasen:

  1. Klarheit schaffenWas ist wirklich dein Thema? Spoiler: Oft ist es nicht „mein Job nervt“, sondern die Angst vor Veränderung.

  2. SelbstbeobachtungMuster erkennen: Wie reagierst du, wenn Kritik kommt? Oder wenn du dir etwas vornimmst? Hier hilft Journaling – oder ein ehrlicher Blick in den Spiegel.

  3. Ehrliche AnalyseJetzt wird’s ungemütlich. Warum wiederholst du immer wieder dasselbe Verhalten? Welche Bequemlichkeit oder Angst steckt dahinter? (Ja, auch „Netflix bis Mitternacht“ fällt in diese Kategorie.)

  4. Verantwortung übernehmenKeine Schuldzuweisungen mehr an den Chef, die Eltern oder das Wetter. Hier entscheidest du: Ich nehme mein Thema selbst in die Hand.

  5. Ziele setzen und planen„Glücklicher werden“ ist zu schwammig. „Jede Woche zweimal zum Sport“ ist schon greifbarer. Kleine Schritte, die du wirklich einhalten kannst, sind Gold wert.

  6. Umsetzen mit Willenskraft und DurchhaltevermögenDer Teil, an dem die meisten scheitern. Hier brauchst du Disziplin – auch wenn das Sofa gerade sehr überzeugend klingt.

  7. Reflektieren und nachjustierenKein Plan ist perfekt. Es geht darum, zu prüfen: Was klappt? Wo falle ich wieder in alte Muster? Und wie passe ich meinen Plan an?



Was du dafür brauchst

Selbstcoaching gelingt nur, wenn du dir ein paar Fähigkeiten und Haltungen zutraust:

  • Reflexionsfähigkeit, um deine Gedanken und Gefühle ehrlich zu betrachten,

  • Ehrlichkeit, auch wenn’s weh tut,

  • Geduld, weil echte Veränderung Zeit braucht,

  • Struktur, damit deine Ideen nicht im Chaos versanden,

  • Willenskraft und Durchhaltevermögen, um dranzubleiben,

  • und Verantwortungsbewusstsein, um die selbst gesteckten Ziele wirklich ernst zu nehmen.



Wann ein Coach trotzdem Sinn macht

Selbstcoaching hat seine Grenzen. Wenn du trotz aller Anläufe im Kreis läufst, immer wieder in dieselben Muster fällst oder merkst, dass emotionale Blockaden dich überrollen, dann ist es Zeit, Unterstützung zu holen.

Ein Coach ist dann nicht „die Abkürzung“, sondern eher wie ein guter Reiseführer: Du würdest den Weg vielleicht auch allein finden – aber es dauert länger, kostet mehr Nerven, und manche schönen Orte entgehen dir ganz.




Selbstcoaching ist kein Spaziergang, sondern ein Trainingslager für deinen Kopf und dein Herz. Es funktioniert, wenn du bereit bist, ehrlich hinzuschauen, dranzubleiben und dir selbst nicht ständig Geschichten zu erzählen.


Und manchmal ist das größte Zeichen von Stärke nicht, alles alleine schaffen zu wollen – sondern zu wissen, wann eine Begleitung den Unterschied macht.

 
 
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